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Das Bild zeigt Herrn Dr. Kleinekorte und Herrn Dr. Brick, die Geschäftsführer der Amprion GmbH.

Von links nach rechts:
Dr. Klaus Kleinekorte und Dr. Hans-Jürgen Brick

Liebe Leserinnen und Leser,


die Amprion GmbH blickt auf ein positives Geschäftsjahr zurück. Auch 2017 ist es uns gelungen, unser Übertragungsnetz sicher zu betreiben und es weiter bedarfsgerecht auszubauen. Auf dieser Basis haben wir ein stabiles wirtschaftliches Ergebnis erzielt: Die Umsatzerlöse und Erträge von Amprion haben 2017 mit 13.030 Mio. Euro einen neuen Höchststand erreicht und lagen zwei Prozent über dem Vorjahr. Die Erlöse aus der ergebnisneutralen Abwicklung des EEG-Ausgleichsmechanismus verringerten sich im vergangenen Geschäftsjahr und betrugen 10.390 Mio. Euro. Im Gegenzug stiegen die Erlöse aus dem Netzgeschäft deutlich an und beliefen sich auf 2.541 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft betrug 174 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber war die im Zuge unserer Investitionen in den Netzausbau gewachsene Kapitalbasis.

Das Stromjahr 2017 hat uns als Übertragungsnetzbetreiber gleich zu Jahresbeginn vor beträchtliche Herausforderungen gestellt: Ein außerordentlich kalter Winter fiel zusammen mit einer sehr geringen Einspeisung aus erneuerbaren Energien und außerplanmäßigen Stillständen konventioneller Kraftwerke im In- und Ausland. Amprion hat im intensiven Verbund mit den anderen europäischen Übertragungsnetzbetreibern diese Extremsituation gemeistert – durch eine Fülle operativer Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene.

Angesichts der angespannten Situation im Netz ist es umso wichtiger, dass der Netzausbau weiter an Fahrt aufnimmt. Unsere insgesamt 350 Projekte sind 2017 gut vorangekommen. Die projektbegleitende Kommunikation zum Korridor A-Nord – der neuen Gleichstromverbindung zwischen Niedersachsen und dem Rheinland – haben wir 2017 gestartet und sind auf zahlreichen Veranstaltungen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern in den konstruktiven Dialog getreten. Auf Basis ihrer Rückmeldung haben wir einen Vorzugskorridor für A-Nord entwickelt, sodass wir im März 2018 die erste Genehmigungsphase – die Bundesfachplanung – starten konnten.

Auch in bereits laufenden Genehmigungsverfahren sind wir maßgeblich vorangekommen: Amprion hat 2017 grünes Licht für den Bau von rund 60 Leitungskilometern erhalten. Das Bundesverwaltungsgericht hat zudem mit seinen richtungsweisenden Entscheidungen erteilte Genehmigungen für wichtige Projekte wie etwa von Wehrendorf nach St. Hülfe nochmals bestätigt.

Auch die Umsetzung unserer laufenden Bauvorhaben schreitet voran. Dies zeigen die Umspannanlagen Kriftel und Oberottmarshausen, die wir 2018 in Betrieb nehmen werden. Im Leitungsbau hat die neue grenzüberschreitende Verbindung von Wesel nach Doetinchem in den Niederlanden Gestalt angenommen und wird im Herbst 2018 ans Netz gehen. In Summe haben wir im Geschäftsjahr 2017 Bauprojekte mit einem Investitionsvolumen von 701 Mio. Euro umgesetzt – ein neuer Rekordwert.

Damit der Netzausbau erfolgreich ist, bedarf es auch einer soliden Finanzierung. Amprion hat 2017 zwei Kapitalmarkttransaktionen über festverzinsliche Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 400 Mio. Euro am Kapitalmarkt platziert. Unser positives Rating (Moody’s A3, Fitch A-) hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.

Das Generationenprojekt Energiewende erfordert jedoch mehr als nur den Ausbau der erneuerbaren Energien und des Netzes. Wir bei Amprion werden unsere Expertise bei der Suche nach Lösungen einbringen. Wir wollen beraten, aber auch mit technischen Innovationen unter Beweis stellen, dass unsere Konzepte praxistauglich sind. Dies entspricht unserem Selbstverständnis.

Den Erfolg von Amprion machen unsere rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Ihre Kompetenz und Kreativität sowie ihr Teamgeist und Know-how schaffen die Voraussetzung dafür, dass wir unseren gesetzlichen Auftrag erfüllen können. Ihnen gebühren daher unser herzlicher Dank und unsere große Anerkennung. Vor diesem Hintergrund sind wir optimistisch, dass sich unsere Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 weiterhin positiv entwickeln wird.

Dr. Hans-Jürgen Brick

Chief Commercial Officer und Chief Financial Officer

Dr. Klaus Kleinekorte

Chief Technical Officer

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