Biotopmanagement in Leitungstrassen
Die Anlagen der Amprion GmbH sind die Visitenkarte des Unternehmens. Deshalb legt das Unternehmen besonderen Wert auf die ökologisch optimierte Trassenpflege - speziell auf den walddurchquerenden Leitungstrassen.
Als erster Netzbetreiber hat die Amprion GmbH ein Verfahren entwickelt, mit dem ökologische und ökonomische Ziele gleichberechtigt und sich gegenseitig ergänzend umgesetzt werden können. Wir nennen dies Biotopmanagement-Planung in Leitungstrassen.
Im Rahmen der technischen Möglichkeiten sollen folgende ökologische Ziele erreicht werden:
- Berücksichtigung der standörtlichen Gegebenheiten
- Förderung von Naturschutzzielen
- Verbesserung des Landschaftsbildes
- Pflege des natürlich vorkommenden Pflanzenpotenzials
- Förderung langfristig stabiler Biotopstrukturen
Diese Ziele erfordern - naturbedingt - ein langfristiges Denken zur optimalen Umsetzung. Unsere Biotopmanagement-Planung ist darauf ausgerichtet.
Auf der Basis einer Erhebung des Lebensraumpotenzials in der Trasse durch eine Biotoptypenkartierung werden die notwendigen Pflegemaßnahmen nach Art, Umfang und zeitlicher Abfolge für einen Zeitraum von zehn Jahren festgelegt. Dies geschieht in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Grundstückseigentümer, mit den Forst- und Naturschutzbehörden und den Naturschutzverbänden.
Mit dieser Form der Trassenpflege leistet die Amprion GmbH einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung naturnaher Lebensräume.
Abb. 1: Schaffung stabiler Waldränder in labilen Beständen.
Im gesamten Bereich des Normalstreifens muss gewährleistet sein, dass sowohl zum ruhenden Leiterseil (1) (Leiterseiltemperatur 80°C+ Reckwert) als auch zum ausschwingenden Leiterseil (2) (Leiterseiltemperatur 40°C) ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten wird. Für den Bereich des Waldschutzstreifens darf kein Randbaum - bei seiner erreichten Endwuchshöhe - Masten oder Leiterseile gefährden. Zur Begrenzung der Endwuchshöhen bietet sich oft eine Förderung von Waldrandstrukturen an. Ein solcher Waldrand ist auch ökologisch von großer Bedeutung.
Abb. 2: Ausnutzung vorhandener stabiler Waldränder.
Hier gelten die gleichen Kriterien wie oben. In der Planung neuer Leitungen prüft Amprion in enger Zusammenarbeit mit dem Waldeigentümer und der Forstbehörde, inwieweit stabile Waldränder bei Leitungsführungen durch Wald zur Minimierung der Waldinanspruchnahmen berücksichtigt werden können. An Wald-Feld-Grenzen wird unter Ausnutzung stabiler Waldränder eine optimale Einbindung der Leitung in die Landschaft ohne Eingriffe in Waldbestände erreicht.
