Meppen - Niederrhein
Unser Stromnetz muss erweitert werden, um den „grünen“ Windstrom von der Nordsee in die Verbrauchszentren in Süddeutschland zu transportieren. Deshalb beabsichtigen wir, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, eine neue 380-kV-Leitungsverbindung von Meppen (Emsland) über Lingen, Burgsteinfurt und Borken zur Umspannanlage Niederrhein in Wesel zu errichten.
Die Leitung verläuft im Münsterland in großen Teilen in der Leitungstrasse der aus dem Jahre 1928 stammenden 220-kV-Leitung Niederrhein/Wesel-Ibbenbüren. Diese Leitung wird dann abgebaut. Das Planfeststellungsverfahren für den ersten Abschnitt wollen wir in der zweiten Jahreshälfte 2010 beginnen. Zurzeit planen unsere Techniker und Ingenieure den Verlauf und die Ausbauart der Leitung. Die Entscheidung liegt dann bei den zuständigen Behörden.
Freileitung oder Erdkabel? Derzeit besteht das europäische Höchstspannungsnetz fast ausschließlich aus Freileitungen. Der deutsche Gesetzgeber hat 2009 die Möglichkeit geschaffen, auf bestimmten Pilotstrecken Teilabschnitte zu verkabeln, wenn dies „technisch und wirtschaftlich effizient“ ist. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Leitung näher als 400 Meter an geschlossenen Ortschaften oder näher als 200 Meter an einzelstehenden Wohngebäuden liegt.
Amprion begrüßt die Möglichkeit, die geplante Leitung auf Teilabschnitten zu verkabeln. Deshalb will Amprion auf Pilotstrecken zwischen Meppen und Wesel Erfahrungen mit der 380-kV-Verkabelung sammeln.
