
Im Jahr 2050 sollen 80 Prozent des elektrischen Stromes in Deutschland aus regenerativen Quellen stammen. Das ist das erklärte Ziel der Bundesregierung. Dies soll dazu beitragen, den Kohlendioxid-Ausstoß in Deutschland deutlich zu senken und damit das Klima schützen.
Den größten Anteil des regenerativen Stroms werden die derzeit geplanten oder bereits im Bau befindlichen Windparks an und vor der deutschen Küste liefern. Einen nicht unbeträchtlichen Teil werden Fotovoltaikanlagen beitragen. Auch Sonnenenergie aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika soll langfristig nach Deutschland transportiert werden.
Der in den Windparks erzeugte Strom muss in die großen Verbrauchszentren im Westen und Südwesten Deutschlands transportiert werden. Dazu werden zahlreiche neue Übertragungsleitungen benötigt. Im Energieleitungs-Ausbaugesetz (EnLAG) ist festgelegt, welche Leitungsverbindungen die Übertragungsnetzbetreiber in den kommenden Jahren errichten müssen.
Ein Ausbau der Übertragungsnetze ist auch notwendig, um den Ausbau der regenerativen Energien einbinden und den ständig zunehmenden Stromhandel in Europa weiterhin gewährleisten zu können. Inzwischen werden große Mengen an elektrischer Energie täglich in Europa gehandelt und müssen über weite Strecken transportiert werden.
Um die neuen Herausforderungen europäischen Strombinnenmarktes zu meistern, haben die in der ENTSO-E zusammengeschlossenen Übertragungsnetzbetreiber einen Zehn-Jahresplan erarbeitet. Hierin wird der notwendige Netzausbau auf europäischer Ebene beschrieben.