Gründe für den Netzausbau
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Nur mit großen und leistungsstarken Windkraftparks an den Küsten und auf See können die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung erreicht werden, den Kohlendioxidausstoß in Deutschland bis 2050 um 80 Prozent zu verringern. Die großen Mengen zusätzlichen Stroms werden über neue Übertragungsleitungen abtransportiert werden müssen.
Zusätzlich müssen konventionelle Kraftwerke angeschlossen werden. Im Norden und Westen Deutschlands sind derzeit zahlreiche Kraftwerke in der Planung und werden bereits gebaut. Auch der dort erzeugte Strom muss zu den Verbrauchern geliefert werden.
Der deutliche Ausbau des Übertragungsnetzes ist notwendig, um diesen Umbau der deutschen Energieversorgung von konventioneller zu weitgehend regenerativer Erzeugung zu ermöglichen. Dazu wird auch der Einsatz neuer Übertragungstechnik notwendig sein.
Amprion wird deshalb in den nächsten Jahren rund 800 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen bauen. Darunter sind neben vielen kleinen Streckenausbauten vor allem die großen Nord-Süd-Verbindungen: Meppen-Wesel, Wesel-Koblenz und Dortmund-Frankfurt. Sie sollen den Strom aus dem Norden in die Verbrauchszentren im Süden und Westen Deutschlands transportieren. Amprion investiert dafür jährlich rund 300 Millionen Euro.
Weiterführende Links
Ausführliche Information zum Netz der Zukunft, zur Integration der erneuerbaren Energien und zu Zukunftstechnologien bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Das Energieleitungsausbaugesetz (EnLag) nennt unter anderem Leitungen, die vordringlich errichtet werden müssen. Auf insgesamt vier Pilotstrecken müssen auf Verlangen der Genehmigungsbehörden Teilabschnitte verkabelt werden.
Energieleitungsausbaugesetz
Die Studie „Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis zum Jahr 2020“ (dena-Netzstudie I) wurde im Februar 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit ihr wurden Strategien für die verstärkte Nutzung regenerativer Energieträger und ihre Auswirkungen auf das Verbundsystem bis zum Jahr 2015 entwickelt.
Deutsche Energieagentur (Dena): Netzstudie I
Die dena-Netzstudie II liefert ein strategisches Konzept zur Weiterentwicklung des Stromnetzes in Deutschland zur Anbindung und Integration erneuerbarer Energien in Verbindung mit einem kostenoptimalen Einsatz konventioneller Kraftwerke und einem zunehmendem europäischen Stromhandel.
Deutsche Energieagentur (Dena): Netzstudie II
Das Forum Netzintegration Erneuerbare Energien der Deutschen Umwelthilfe e.V. hat im Auftrag des Bundesumweltministeriums Politik, Netzbetreiber, Naturschützer, Energieexperten, Wissenschaftler und Bürgerinitiativen zusammengebracht, um den Umbau der Stromnetze voranzutreiben.
Forum Netzintegration
