Elektrische und magnetische Felder
Elektrosmog - Wirkung von 50-Hertz-Feldern
Die Frage wird immer wieder gestellt: Beeinflussen elektrische und magnetische Felder der Stromversorgung unser Wohlbefinden?
Bei Transport und Nutzung elektrischer Energie entstehen physikalisch bedingt elektrische und magnetische Felder, so auch das 50-Hertz-Wechselfeld von Hochspannungsfreileitungen und Kabeln. Dabei treten die maximalen Feldstärken in unmittelbarer Nähe der Leitung auf; mit wachsendem Abstand nimmt die Feldstärke rasch ab. Beispiel: Beträgt die elektrische Feldstärke in Erdbodennähe unmittelbar unterhalb der Leiterseile 5 Kilovolt pro Meter (kV/m), so geht dieser Wert in einem Abstand von 50 Metern auf weniger als 1/10 zurück. Bei Elektrogeräten sind die Felder meist auf die direkte Umgebung beschränkt.

Charakteristisches Querprofil elektrischer und magnetischer Felder im Nahbereich von Freileitungen (Quelle: IZE)

Amprion und ihre Vorgängergesellschaften beschäftigen sich schon seit Anfang der 70er Jahre intensiv mit der Frage, ob solche Felder auch Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Seither beobachten wir sorgfältig die Ergebnisse von Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der niederfrequenten 50-Hertz-Felder und fördern weiterführende Untersuchungen entsprechender Institutionen auf diesem Gebiet.
Nach dem derzeitigen Wissensstand sowie aus den bisher zu diesem Thema durchgeführten Studien hat sich kein Hinweis für eine mögliche Gesundheitsgefährdung von Menschen durch niederfrequente Felder von Starkstromanlagen bzw. bei der Anwendung elektrischer Energie im Haushalt bestätigt.
Dies wurde auch in den jüngsten Empfehlungen der internationalen Strahlenschutzkommission (ICNIRP) vom April 1998 bekräftigt, in denen für den dauernden Aufenthalt von Personen in 50-Hertz-Feldern Werte von 100 Mikrotesla für das magnetische und 5 kV/m für das elektrische Feld genannt werden. Diese Werte sind in Deutschland seit dem 1.1.1997 durch die 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (26. BImSchV) für unsere Höchst-, Hoch- und Mittelspannungsanlagen festgelegt.
Die Anforderungen des Immissionsschutzes halten nun alle Anlagen der elektrischen Energieversorgung nach Durchführung entsprechender Sanierungsmaßnahmen ein.

Streubreite elektrischer und magnetischer Felder (Quelle: IZE)
